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Kempo Jitsu Drucken E-Mail

Kempo Jitsu kommt aus dem japanischen und bedeutet: Kunst vom Gesetz der Faust.

Das Kempo Jitsu geht in seiner Entwicklung bis auf Motobu Choki (1871-1944) zurück. Motobu´s Familie hatte einen eignen Familienstil, Motobu Te genannt, dieser wurde immer vom Vater auf den ältesten Sohn übertragen. Da Motobu Choki der dritte Sohn war, erlernte er zunächst den Familienstil nicht. Er nahm bei anderen okinawaischen Meistern Unterricht und wurde zu einem der stärksten Kämpfer seiner Zeit.
Von 1921-1936 ging Motobu nach Japan um dort zu unterrichten und zu kämpfen. Er hasste die Japaner und forderte sie heraus, wo er konnte, verlor aber nie einen Kampf. Dort traf er auch Funakoshi, den Gründer des japanischen Karate, dem er Verrat an den okinawaischen Karatekünsten vorwarf, da dieser die Techniken verwässerte und nicht die alten Kampfkonzepte unterrichtete. Nachdem er im Kampf von seinem Bruder, durch einen Wurf geschlagen wurde, lernte er von diesem auch Teile des Familienstiles.
Bald darauf gründete er seinen eignen Stil, das Motobu-ryu Kempo Karate. Seine bedeutendsten Schüler waren Mitose, Nakamura - Okinawa Kempo Karate, Matsuyama (Erbe des Stils) - Kempokan ryu.

James Mitose (1916-1981) war 1930-1936 Schüler von Choki Motobu, ging dann nach Hawaii und entwickelte hier seinen Stil, das Kosho-ryu Shorei Kempo, den Grundstein aller haiwaiianischen Kempostile. 1942 gründete er den Official Self Defence Club, dem er bis 1953 vorstand und brachte hier 5 Schwarzgurte hervor, die für die amerikanischen Kampfkünste Bedeutung erlangten, unter anderem William K.S. Chow. 1953 ging er aufs Festland, wurde dort später wegen Mordes verurteilt und starb im Gefängnis.

William K.S. Chow (1914-1987) erhielt 1946 von Mitose seinen Schwarzgurt und eröffnete sein eignes Dojo. Hier unterrichtete er Haiwaiian Kempo Karate, eine Mischung aus dem Kosho-ryu Kempo und einem Stil den er von seinem Vater gelernt hatte. Seine bedeutendsten Schüler waren Ed Parker -> American Kenpo Karate, Adriano Emperado -> Kajukenbo und Sam Alama Kuoha -> Kara-ho Kempo

Ed Parker (1931-1990), der auch als Vater des amerikanischen Karates bezeichnet wird, erhielt von Chow den Schwarzgurt. 1954 ging er nach Utah und gründete sein erstes Dojo, 1956 folgte das zweite  in Pasadana / Kalifornien, welches zugleich der Hauptsitz des American Kenpo Karates wurde. 1959 wurde das von ihm entwickelte System American Kenpo Karate genannt. 1960 folgte die Gründung der International Kenpo Karate Association (IKKA).

Ed Parker änderte das System dahingehend, dass die reine Selbstverteidigung im Vordergrund stand, bezogen auf den Straßenkampf. Kenpo zeichnet sich durch sehr schnelle Handtechniken aus, die Techniken werden meist kreisförmig ausgeführt. In den 60er Jahren rief Parker die Long Beach Internationals ins Leben, das größte Karateturnier in den 60er und 70er Jahren mit bis zu 16.000 Teilnehmern. Hier trat auch Bruce Lee zum ersten Mal öffentlich auf.
Ed Parker galt lange Zeit, auf Grund seines Wissens und seiner Fähigkeiten, als höchste Instanz des Karates in Amerika

Ein berühmter Ausspruch  von Ed Parker lautet:
- Karate ist, wenn pure Fäuste auf pures Fleisch treffen
- Es ist nicht der Rang, der zeigt, was du weißt.

Er war es auch der den Karate Creed formulierte:

"Ich komme zu dir ohne Waffen, nur mit leeren Händen.
Doch sollte ich gezwungen sein, mich zu verteidigen,
sei es eine Frage von Leben oder Tod, von richtig oder falsch,
so sind dies meine Waffen, die leeren Hände"

Über verschiedene Lehrer, wie Larry Tatum, Rainer Schulte, Angel Garcia und andere Vertreter von Kempostilen, gelangte Kempo nach Europa. Verschiedene Meister bildeten eine Synthese dieser Kempostile mit den in Europo vertretenden Ju Jitsu Stilen, wobei man in England vielfach eine sehr harte Linie vertritt, z.B. Peter Browne Kempo Ju Jitsu. Das Kempo Jitsu und das Goshin Ryu Kempo von Jorgen Jorgensen vertreten mehr die Prinzipien der hawaiianischen Linie des Kempo. Später fanden Einflüsse der FMA, bei den Waffentechniken und des Kyokushinkai (im Kampfbereich) Aufnahme in das System des Kempo Jitsu.
Kempo Jitsu zeichnet sich durch natürliche Bewegungen und Stände aus. Man ist immer bemüht in die Nahdistanz zu kommen, um dann kurze schnelle Fauststöße, Ellenbogentechniken und Kniestöße anzubringen, gleichzeitig ist ein Kontrollieren des Gegners durch Hebel, Würfe und Festlegetechniken möglich. weiteres siehe auch unter
www.kempo-jitsu.de

Die 5 Grundregeln des Kempo sind:

1. Verwende Techniken, die in einer Bewegung Angriff und Abwehr beinhalten.
2. Verwende, so oft es geht, beidhändige Techniken zum Angriff und zur Abwehr.
3. Verwende, so oft es geht, gleichzeitig Hand und Fuß zum Angriff und zur Abwehr.
4. Stehe nie frontal zu deinem Gegner, bewege dich seitlich.
5. Gehe stets in den Gegner hinein und übernehme die Initiative.

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Training:  Dienstag 19.00 - 20.30Uhr bei Michael Tzschichhold ( 2nd Degree Black Belt)

 

Kurznachrichten

Liebe Mitglieder,

die Jahressichtmarken 2010 sind da. Bitte bringt eure Budopässe zum nächsten Training mit und gebt diese beim Trainer ab.
 
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